Die Welt des Online Marketings ist durchzogen von falschen Annahmen und Fehleinschätzungen. Als Unternehmen möchte ich auf meine Kunden so wirken, wie ich es mir wünsche. Das Image lässt sich bekanntlich gut durch eine geplante und strategisch durchgeführte Onlinepräsenz nach außen tragen. Dabei spielen viele Faktoren eine prekäre Rolle, die man eventuell anfangs nicht für besonders wichtig empfunden hat. Eine dieser Faktoren ist Zeit.

 

 

Resultate schalten sich nicht gleich von heute auf morgen ein, sondern brauchen eine Weile.

Der ein oder andere kennt es vielleicht schon, es werden kurzfristige Maßnahmen bezüglich der Onlinepräsenz vorgenommen und es wird sofort erwartet, dass die Anzahl der Leads und die Followerschaft katapultartig nach oben schießt. Dennoch, es wollen sich einfach keine Erfolge einstellen. Schnell verliert man die Motivation und stellt anschließend alles Maßnahmen wieder ein. -Das wars dann mit Thema Online Marketing. Bringt eh nichts.

 

 

Angefangen beim Setzen deiner Unternehmensziele.

Was möchtest du erreichen? Mehr Reichweite? Mehr Leads? Besucher auf deiner Webseite? Das sollte dir klar sein, denn das gute ist du kannst alles gezielt einstellen und anschließend messen. Hierbei handelt es sich auch um einen Prozess und keine feste in steingemeißelte Entscheidung. Regelmäßig sollte man, anhand seiner Ergebnisse seine eigenen Ziele hinterfragen und eventuell Anpassungen vornehmen. Was macht hier mehr Sinn für mich und das Unternehmen? An welchen Ecken sollte ich mich neuen Trends zuwenden?

Weiter geht es mit dem Image, dieses baut sich nicht gleich von heute auf morgen auf. Erst nach einer angemessenen Anzahl von Posts (und damit sind nicht 3 oder 4 gemeint sondern eher ab 15) und einem einheitlichen Unternehmensbild, sehen außenstehende wirklich um wen es sich hier handelt. Ein spezielles Gefühl wird vermittelt, man schafft Vertrauen und man weiß mit wem man es hier zu tun hat. Ein Image ist ein fragiles Konstrukt, dass sich jederzeit verändern, dir schaden oder dir nützen kann. Ein roter Faden ist hier wichtig und auch hier wieder- in den seltensten Fällen baut sich ein gutes Image von heute auf morgen ohne Vorarbeit und Plan auf.

 

 

Wenn ihr an euren Content denkt, wem muss er gefallen?

Genau nicht euch, sondern der Zielgruppe. Denn bekanntlich muss der Wurm nicht dem Angler schmecken, sondern dem Fisch. Hier solltet ihr klar eure Zielgruppe definieren und anhand der Daten, die ihr schon habt oder die ihr haben möchtet und vermutet, euren Onlineauftritt gestalten. Dabei ist auch die Art und Weise der Kommunikation gemeint, angefangen mit dem ,,Du“ oder dem ,,Sie“. Vertreibt ihr zum Beispiel ein Produkt oder eine Dienstleistung das nach außen hin komplexer wirken könnte, ist hier wichtig den potenziellen Kunden eine Hand zu reichen und ihnen mithilfe von einfachen Erklärungen entgegen zu kommen. Schau dir auch die Kommunikation deiner Zielgruppe abwärts deiner eigenen Kanäle an. Untersuche ihre Bedürfnisse und Motivationen.

Bei Suchmaschinenoptimierung ist ebenfalls wieder ein Haufen Geduld gefragt. Es dauert eben seine Zeit bis die Suchmaschine deinen Content erkennt und sich positive Rankingergebnisse einstellen. Man spricht hier von etwa vier bis zwölf Monaten, bis sich erste Erfolge einstellen und wir sprechen hier nicht von beständigen Ergebnissen. Hier sind wieder Stringenz und Kontinuität gefragt. AdWords, Keywords und Backlinks müssen nachhaltig geplant und regelmäßig angewandt werden.

 

 

Wenn sich letztendlich positive Erfolge einstellen, dann weil du auch eine gute Call-to-Action eingestellt hast.

Hier geht es um Zeit in einer anderen Form; lass deine Zielgruppe sich nicht zuerst durch ein Labyrinth von Seiten kämpfen, sondern leite sie direkt zum Ziel. Der größte Teil ist schon beinahe geschafft, sie sind auf deine Seite gelangt und interessieren sich für dein Produkt. Mache auf deiner Webseite klar und deutlich, wo sie dich erreichen oder wie sie zum Kaufabschluss gelangen. Hier sind Ads dein Freund und Helfer. Schnell und simpel, den Kunden zum Angebot dirigieren.

Lass dich nicht davon abschrecken wenn du Analytics nutzt und feststellst dass sich die ersten Monate nichts tut. Durchschnittlich solltest du ca 6- 12 Monate einplanen. Manche Unternehmen brauchen Jahre und plötzlich löst sich der Knoten. Die wichtigste aller Regeln- nicht direkt den Kopf hängen lassen. Nutze diese Phase gezielt, um weiter an dir zu arbeiten und zu analysieren woran es liegen könnte. Kenne ich meine Zielgruppe genug?

Man kann keine zuverlässige Auskunft darüber geben, wann sich der große Erfolg breit macht. Das hängt natürlich auch von deinem Produkt oder deiner Dienstleistung ab. Es gibt Branchen, die sich besser vermarkten lassen als andere. Von denen man anschauliche Fotos veröffentlichen kann, bei denen die Eintrittsbarrieren geringer sind. Denn wie wir wissen, arbeiten die meisten sozialen Plattformen mit visuellen Reizen. Außerdem werden manche Themen häufiger gesucht oder liegen grade im Trend. Das bedeutet jedoch nicht, sein eigenes Unternehmen (das vielleicht etwas schwieriger zu vermarkten ist) nicht gut zu vermarkten ist. Das Hauptaugenmerk sollte jetzt auf dem Wiedererkennungswert liegen! Sich vom Wettbewerb abheben und herausstechen. Vielleicht auch plakativ.

 

 

Dein Netzwerk baut sich auch nicht von heute auf morgen auf.

Vor allem wenn du bei Null anfängst ist auch hier viel Geduld gefragt. Hier macht es viel Sinn bei den anorganischen Methoden auf mehr Reichweite zu gehen. Ein gewisser Followerstamm sorgt bei Interessenten für Vertrauen. Denn der Mensch funktioniert einfach so; Was andere gut finden, muss gut sein.
Wenn du bereits ein Netzwerk hast, können Kunden oder Bekannte deine Inhalte teilen und dir bei der Verbreitung deiner Message helfen.

Da wären wir auch schon bei Followermanagement. Das Netzwerk muss nicht nur angehäuft, sondern auch gepflegt werden. Kümmere dich um Bestandskunden und füttere Sie weiter mit interessanten Angeboten und Inhalten. Außerdem bewege dich auch auswärts und schau mal, wo sich deine Zielgruppe so bewegt. Sei aktiv und kommuniziere aktiv. Allein das dauert seine Zeit, bis es Früchte trägt und erfordert viel Durchhaltevermögen.

 

 

Okey, also einige Marketinginstrumente brauchen also länger als andere.

Wichtig ist hier, dass du das ganze nicht als einzelnes betrachtest, sondern als Instrumente die miteinander arbeiten. Du kannst zum Beispiel Geld in anorganisches Marketing investieren und dem ganzen einen Push verleihen. Diese Methode ist fast schon nicht mehr wegzudenken wenn du gute Resultate erzielen willst. Damit steigerst du natürlich deine Reichweite und mit der entsprechender Zielgruppenauswahl verringerst du Streuverluste die du definitiv bei klassischen Printmedien zu genüge hättest. Online Marketing ist ein langwieriger, manchmal zäher Prozess mit vielen Zwischenstopps und dem ein oder anderem Richtungswechsel. Wenn du systematisch und gezielt daran arbeitest und dich auch hin und wieder mal rechts und links umschaust, wirst du sehen, dass sich deine Bemühungen auszahlen.